{"id":284,"date":"2019-04-27T18:59:03","date_gmt":"2019-04-27T17:59:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lacan.at\/?page_id=284"},"modified":"2026-06-11T18:15:59","modified_gmt":"2026-06-11T17:15:59","slug":"sektion-logik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lacan.at\/?page_id=284","title":{"rendered":"\u201ePhilosophie der Psychoanalyse\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Philosophie und Psychoanalyse stehen in einem widerspr\u00fcchlichen Verh\u00e4ltnis zueinander. Unvereinbar und scheinbar unvers\u00f6hnlich beziehen sie sich auf das jeweils andere. Und doch k\u00f6nnen sie nicht voneinander lassen. Seit ihren Anf\u00e4ngen bezieht die Psychoanalyse Anleihen, Ankn\u00fcpfungs- oder Reibungspunkte aus der Philosophie, w\u00e4hrend diese seit Bestehen der Psychoanalyse ihres Jahrtausende alten Skandals \u00fcberf\u00fchrt wird, nicht einl\u00f6sen zu k\u00f6nnen, was sie letztlich beansprucht\u2026<br>Die Psychoanalyse und die Philosophie sind ein ungleiches Paar. Bei genauerem Hinsehen aber l\u00f6st sich die Mutma\u00dfung auf, sie h\u00e4tten einander nichts zu sagen. Es sind gerade deren Kontroversen und Kollisionen, die Unm\u00f6glichkeiten und Unerreichbarkeiten, die beide aneinander und in sich selbst gedeihen lassen.<br>Und so ist es ausdr\u00fccklich die Phase einer Theorieentwicklung zu Zeiten Jacques Lacans, die nicht davor zur\u00fcckgeschreckt, das Eine auf das Andere zu beziehen. Dass dieser Moment nomadischen Denkens nicht nur historische Relevanz hat, sondern auch und gerade heutzutage der Psychoanalyse wie der Philosophie etwas meldet, ist die Grund\u00fcberzeugung unseres Lesekreises. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von drei Fragen ausgehend kann sich dem Verh\u00e4ltnis von Philosophie und Psychoanalyse angen\u00e4hert werden:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>1) Was hat die Philosophie der Psychoanalyse zu sagen?<br>2) Was hat die Psychoanalyse der Philosophie zu sagen?<br>3) Was ist\/w\u00e4re ein eigenst\u00e4ndiger Diskurs im Feld der Vers\u00f6hnung von Psychoanalyse und Philosophie?<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn unseres Lesekreises werden wir uns der ersten Frage widmen. Es geht dabei vor allen Dingen um die Lekt\u00fcre von Sekund\u00e4rquellen, die sich der Auseinandersetzung mit den Anleihen des Lacanschen Denkens aus der Philosophie widmen.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aktuelle Literatur: Ragland-Sullivan, Ellie: Jacques Lacan und die Philosophie der Psychoanalyse, Weinheim, Quadriga 1989. (Das Buch ist vergriffen, aber antiquarisch erh\u00e4ltlich. Den Teilnehmer*innen am Lesekreis wird, sofern gew\u00fcnscht, eine digitale Version bereitgestellt.)<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 23. Juni 2026 um 18:30 findet ein Organisationstreffen an der Universit\u00e4t Wien statt.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessierte wenden sich bitte per E-Mail an: mehodec@gmail.com<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frequenz: 1x monatlich, ab September 2026<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Philosophie und Psychoanalyse stehen in einem widerspr\u00fcchlichen Verh\u00e4ltnis zueinander. Unvereinbar und scheinbar unvers\u00f6hnlich beziehen sie sich auf das jeweils andere. Und doch k\u00f6nnen sie nicht voneinander lassen. 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