{"id":86,"date":"2019-02-17T18:25:19","date_gmt":"2019-02-17T17:25:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lacan.at\/?page_id=86"},"modified":"2021-01-16T21:24:44","modified_gmt":"2021-01-16T20:24:44","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lacan.at\/?page_id=86","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Entstehung der <em>Neuen Wiener Gruppe\/Lacan-Schule<\/em> geht auf das Internationale Seminar <em>&#8222;Psychoanalyse und Strukturalismus &#8211; Freud und Lacan&#8220;<\/em> zur\u00fcck, das 1986 und 1987 vom Franz\u00f6sischen Kulturinstitut, vom Institut f\u00fcr Wissenschaft und Kunst sowie von der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Kulturanalyse veranstaltet worden ist. Vom Januar 1986 bis zum April 1987 fanden elf Wochenendseminare mit Vortr\u00e4gen, Diskussionen und Workshops statt, in denen Alain Didier-Weill, Susanne Hommel, Lucien Israel, Franz Kaltenbeck, Friedrich Kittler, Sarah Kofman, Jean Laplanche, Rosine und Robert Lefort, Thanos Lipowatz, Jacques-Alain Miller, Genevieve Morel, Andreas Pribersky,&nbsp;August Ruhs, Leonhard Schmeiser, Colette Soler, Michael Turnheim, Samuel Weber, Peter Weibel und  Jean-Pierre Winter zu Wort kamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gedanke an die Gr\u00fcndung der Neuen Wiener Gruppe wurde erstmals im <em>November 1986<\/em> in einem Gespr\u00e4ch zwischen Jacques-Alain Miller,&nbsp;August Ruhs&nbsp;und&nbsp;Walter Seitter&nbsp;ge\u00e4u\u00dfert (es fand in einem Taxi statt).<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>13.<\/em> und <em>14. November 1987<\/em> veranstaltete die kaum noch konstituierte Gruppe das Kolloquium <em>&#8222;Die Masken der Hysterie&#8220;<\/em> mit Vortr\u00e4gen von Norbert Haas, Helmut Kohlenberger, Rado Riha,&nbsp;August Ruhs, Helena Schulz-Keil,&nbsp;Walter Seitter, Peter Widmer, Slavoj \u017di\u017eek.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>22. November 1989<\/em> wurde in der Galerie Faber in Wien die <em>Neue Wiener Gruppe (Lacan-Schule)<\/em> mit ihren beiden Sektionen <em>&#8222;\u00c4sthetik&#8220;<\/em> und <em>&#8222;Klinik&#8220;<\/em> unter der Leitung von&nbsp;<em>Walter Seitter<\/em> und&nbsp;<em>August Ruhs<\/em>&nbsp;mit zwei programmatischen Vortragsthemen gegr\u00fcndet: <em>&#8222;Physik des Sichtbaren &#8211; Politik des Sichtbaren&#8220;<\/em> und <em>&#8222;Die Kunst des Zuh\u00f6rens&#8220;.<\/em> Damals nahmen die beiden Sektionen sowie sp\u00e4ter auch die am <em>17. Juni 2010<\/em> gegr\u00fcndete Sektion <em>&#8222;Logik&#8220;<\/em>  ihre regelm\u00e4\u00dfigen T\u00e4tigkeiten auf, die sie bis heute aus\u00fcben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Weitere Veranstaltungen: <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>9.<\/em> und <em>10. November 1990<\/em> das Kolloquium <em>&#8222;Erotik und Politik&#8220;<\/em> mit Vortr\u00e4gen von Blandine Barret-Kriegel, Christian Jambet, Helmut Kohlenberger, G\u00fcnther Nenning, Claus-Dieter Rath,\u00a0August Ruhs,\u00a0Walter Seitter, Slavoj \u017di\u017eek in Kooperation mit den &#8222;Wiener Vorlesungen&#8220; und dem &#8222;Institut francais de Vienne&#8220; (Moderation im Wiener Rathaus: Barbara Rett)<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>1.<\/em> und <em>2. November 1991<\/em> das Kolloquium <em>&#8222;Psychoanalyse und andere Analysen&#8220;<\/em> mit Vortr\u00e4gen von Richard Heinrich, Wolfgang Pauser,&nbsp;August Ruhs, Ferdinand Schmatz,&nbsp;Walter Seitter, Hannah Silvestri, Peter Widmer, Catherina Zakravsky. Die Beitr\u00e4ge zu diesem Kolloquium sind gesammelt als <em>Buch<\/em> erschienen: <em>&#8222;Aufl\u00f6sen, Untersuchen, Aufwecken. Psychoanalyse und andere Analysen&#8220; (Wien 1995).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>31. Oktober<\/em> und <em>1. November 1992<\/em> das Kolloquium <em>&#8222;Der Tod der Psychoanalyse&#8220;<\/em> mit Vortr\u00e4gen von Alexander Dill, Helmut Kohlenberger, Georg Korintenberg, Andr\u00e9 Michels,&nbsp;August Ruhs,&nbsp;Walter Seitter.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>31. Oktober<\/em> und <em>1. November 1993<\/em> das Kolloquium <em>&#8222;Wahrnehmungsk\u00fcnste&#8220;<\/em> mit Vortr\u00e4gen von Helmut Eisendle, Hans-Georg Nicklaus, Peter Rosei,&nbsp;August Ruhs, Leonhard Schmeiser,&nbsp;Walter Seitter, Christoph Tholen, Catherina Zakravsky.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>7. Dezember 1996<\/em> das Kolloquium <em>&#8222;Psyche &#8211; Material &#8211; K\u00f6rper. Analysen von Menschen und Gegenst\u00e4nden&#8220;<\/em> mit Vortr\u00e4gen von Silvia Eiblmayr, Rudolf Heinz, Wolfgang Pauser,&nbsp;August Ruhs,&nbsp;Walter Seitter, Catherina Zakravsky. Die Beitr\u00e4ge zu diesem Kolloquium sind gesammelt als <em>Buch<\/em> erschienen: <em>&#8222;Psyche &#8211; K\u00f6rper &#8211; Material. Analysen von Menschen und Gegenst\u00e4nden&#8220; (Wien 1997).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>8. Juni 1998<\/em> die Buchpr\u00e4sentation <em>&#8222;Psyche &#8211; K\u00f6rper &#8211; Material&#8220;<\/em> an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste Wien mit Vortr\u00e4gen (Gavin Butt, Peggy Phelan) und Diskussionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>26.<\/em> und <em>27. September 1998<\/em> das Symposium mit Workshop <em>&#8222;Die Psychosen und die Funktion des Vaters&#8220;<\/em> mit August Ruhs, Andr\u00e9 Michels, Johanna Vennemann, Peter M\u00fcller, Patrick de Neuter.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Fr\u00fchjahr bis Winter <em>2001<\/em> die Veranstaltungsreihe <em>&#8222;100 Jahre Jacques Lacan&#8220;<\/em> mit zwei Ausstellungen (<em>&#8222;Diesseits und jenseits des Traums&#8220;<\/em> in der Charim-Galerie Wien und im Sigmund-Freud-Museum Wien), zwei Symposien (<em>&#8222;Passages \u00e0 l&#8217;acte &#8211; Ans Werk!&#8220;<\/em> und <em>&#8222;Paris &#8211; Wien &#8211; Paris \/ Freud und Lacan&#8220;<\/em>) sowie der Filmwoche <em>&#8222;Voil\u00e0 du propre &#8211; Frauen r\u00e4umen auf&#8220;<\/em> im Filmhaus am Spittelberg, Wien.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>10. Januar 2002<\/em> die Vortragsveranstaltung mit Max Kleiner (Hamburg): <em>&#8222;Der borrom\u00e4ische Knoten und andere Figuren des Realen&#8220;<\/em> (Sigmund-Freud-Museum Wien).<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>26. Mai 2003<\/em> die Vortragsveranstaltung mit Ren\u00e9 Major (Paris): <em>&#8222;Gastfreundschaft und Souver\u00e4nit\u00e4t und ihre Bedeutung f\u00fcr die gro\u00dfen politischen Fragen der Gegenwart&#8220;<\/em> (Institut fran\u00e7ais de Vienne).<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>12.<\/em> und <em>13. November 2004<\/em> das Symposium <em>&#8222;UNBEWUSSTES INSZENIEREN &#8211; Symptom &#8211; Werk &#8211; Leben&#8220;<\/em> mit Ulrike Kadi, Sophia G. Panteliadou, Dagmar Travner, Wolfgang Brumetz, Klaus Ebner, Karl Stockreiter, Gerhard Burda, Gottfried Hinker, Ralf Rother (Universit\u00e4t f\u00fcr Angewandte Kunst Wien).<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>4.<\/em> und <em>5. November 2005<\/em> das Symposium <em>&#8222;Vor 50 Jahren oder Macht eine R\u00fcckkehr zu Freud in der Psychoanalyse immer noch Sinn?&#8220;<\/em> mit Elisabeth Roudinesco, Michael Turnheim, Walter Seitter, Michel Plon, Michael Schmid (gemeinsam mit der Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Psychoanalyse und Psychotherapie Wien, dem Institut f\u00fcr Geschichte der Medizin an der Medizinuniversit\u00e4t Wien und dem Institut fran\u00e7ais de Vienne).<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>16. November 2006<\/em> die Vortragsveranstaltung <em>&#8222;Das Politische bei Freud &#8211; Es ist nicht egal, auf welcher Seite der Stra\u00dfe die Psychoanalyse auf den Strich geht&#8220;<\/em> mit Mladen Dolar, Robert Pfaller, August Ruhs, Karl Stockreiter (gemeinsam mit dem Bruno Kreisky Forum f\u00fcr internationalen Dialog Wien).<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>6. Dezember 2008<\/em> das Symposium <em>&#8222;SPONTANEIT\u00c4T &#8211; unerwartet &#8211; ungeplant &#8211; unbeherrschbar&#8220;<\/em> mit Rudolf Heinz, Brigitte Borchhardt-Birbaumer, Roman Widholm, Ivo Gurschler, Robert Pfaller, Karl Stockreiter, Bodo Hell (gemeinsam mit der Wiener Psychoanalytischen Akademie).<\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>26. November 2011<\/em> die Konferenz <em>&#8222;Lacan 4D &#8211; Die Vier Diskurse&#8220;<\/em> mit Beitr\u00e4gen von Andrea Wald, Eva Laquieze-Waniek, Ivo Gurschler, Noah Holtwiesche, Walter Seitter, Robert Pfaller, Sandor Ivady, Mia Kager, Ernst Kerstan, Irene Steinlechner und Wolfgang Brumetz (gemeinsam mit dem Institut f\u00fcr Wissenschaft und Kunst und dem Institut fran\u00e7ais de Vienne). <\/p>\n\n\n\n<p>Am <em>12. Mai 2012<\/em> das Symposium <em>&#8222;Revue der ungesunden Eleganz. Kunst,<\/em> <em>Kultur, Psychoanalyse und der Tabakgenuss&#8220;<\/em> in Kooperation mit der Universit\u00e4t f\u00fcr Angewandte Kunst Wien. <\/p>\n\n\n\n<p>Von <em>November 2012 bis Juni 2014<\/em> und von <em>November 2014 bis Juni 2016<\/em> der jeweils zweij\u00e4hrige Lehrgang <em>\u201eStrukturale Psychoanalyse (Lacan u.a.)<\/em>&#8220; in Zusammenarbeit mit der Wiener Psychoanalytischen Akademie. <\/p>\n\n\n\n<p>Vom  <em>30. November \u2013 1. Dezember 2012<\/em> das Symposium <em>\u201eDas Verborgene im Werk \u2013 Einf\u00e4lle, Skizzen, Modelle&#8220;<\/em> in Zusammenarbeit mit dem Institut francais de Vienne und dem IWK.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2014 Organisation der allj\u00e4hrlich im Herbst stattfindenden <em>Bratislava-Gespr\u00e4che <\/em>(<em>2014: &#8222;Die psychoanalytische Behandlung zwischen Sprache und Akt&#8220;. 2015: &#8222;Die Psychoanalyse und das Phantasieren&#8220;. 2016: &#8222;Die Orte und Bahnen der \u00dcbertragung&#8220;. 2017: &#8222;Liebe, Hass und andere Leidenschaften&#8220;. 2018: &#8222;K\u00f6rper sein &#8211; K\u00f6rper haben&#8220;. 2019: &#8222;Das Genie\u00dfen, das Begehren und die Liebe&#8220;)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Vom  <em>24.-25. Juni 2016<\/em><strong> <\/strong>die Vortragsveranstaltung <em>\u201eDas System Mode \/ Revisited: (Psycho-)Analytische Zug\u00e4nge\u201c<\/em> , gemeinsam mit der Wiener Psychoanalytischen Akademie und dem Museum f\u00fcr Angewandte Kunst (MAK). Referenten: Elisabeth Skale, Thomas Olah, Anna-Lisa Dieter, August Ruhs, Brigitte Felderer, Cosima Terrasse, Rudolf Heinz, Olaf Knellessen, Silke Birte Geppert.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom <em>23.-24. No<\/em>vember 2018 die Vortragsveranstaltung von Dany Nobus <em>&#8222;The Madness of Princess Alice&#8220; <\/em>gefolgt vom Workshop <em>&#8222;Lacans &#8218;Kant mit Sade&#8216; &#8211; Die Struktur der Perversion im Spannungsfeld von Begehren, Genie\u00dfen, Phantasma und Gesetz&#8220;<\/em> in Kooperation mit dem Wiener Arbeitskreis f\u00fcr Psychoanalyse.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom <em>8. &#8211; 9. November 2019<\/em> das Symposium <em>&#8222;Sonderfall Mensch &#8211; Anthropologie zwischen Philosophie und Psychoanalyse&#8220;<\/em>, gemeinsam mit der Wiener Psychoanalytischen Akademie. Referenten: Alexis Dirakis, Manfred Riepe, Hans-Peter Kr\u00fcger, Walter Seitter, Michael Schumann, Ren\u00e9e Schroeder, Elisabeth v. Samsonow.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Entstehung der Neuen Wiener Gruppe\/Lacan-Schule geht auf das Internationale Seminar &#8222;Psychoanalyse und Strukturalismus &#8211; Freud und Lacan&#8220; zur\u00fcck, das 1986 und 1987 vom Franz\u00f6sischen Kulturinstitut, vom Institut f\u00fcr Wissenschaft und Kunst sowie von der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Kulturanalyse veranstaltet worden ist. 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