{"id":9839,"date":"2026-10-15T07:31:10","date_gmt":"2026-10-15T06:31:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lacan.at\/?p=9839"},"modified":"2026-10-15T07:47:10","modified_gmt":"2026-10-15T06:47:10","slug":"august-ruhs-der-blick-ins-auge-der-nacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lacan.at\/?p=9839","title":{"rendered":"Der Blick ins Auge der Nacht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-larger-font-size wp-block-paragraph\"><strong>August Ruhs<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Psychoanalytische Beitr\u00e4ge zur Theorie der bildenden K\u00fcnste<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Teil 1: Schaffensdrang und Schaulust<br>Teil 2: Deutung und Wahrheit<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-regular-font-size wp-block-paragraph\">\u00bbDie Sublimierung ist die Erh\u00f6hung des Objekts zur W\u00fcrde des Dings\u00ab<br>Entstanden in einer Epoche, in der Wissenschaft und Kunst eng miteinander verschr\u00e4nkt waren, hat die<br>Psychoanalyse eine entsprechende Universalperspektive nicht nur stets beibehalten, sondern sie<br>vielmehr in eine umfassende und stringente Kulturtheorie unter Beachtung unbewusster Sinn-,<br>Bedeutungs- und Motivationszusammenh\u00e4nge \u00fcbergef\u00fchrt. Durch die gegenseitige Durchdringung von<br>Therapeutik und \u00c4sthetik sah sich Freud veranlasst, Dichter und K\u00fcnstler als Bundesgenossen im<br>Ringen um das Verst\u00e4ndnis der tieferen Bereiche des menschlichen Seelenlebens anzuerkennen.<br>Andererseits ist auch die psychoanalytische Praxis mit ihren metapsychologischen Reflexionen und mit<br>ihrem Aufsp\u00fcren zeitspezifischer unbewusster Beweggr\u00fcnde nicht ohne Einfluss auf k\u00fcnstlerisches<br>Schaffen und auf die formale und inhaltliche Gestaltung von Kunststr\u00f6mungen geblieben. Abgesehen<br>von seiner schriftstellerischen Begabung und seiner Leidenschaft als Kunstliebhaber und Sammler<br>ergaben sich aus Freuds Affinit\u00e4t zur Kunst Fundamente einer spezifischen Kunsttheorie, welche die<br>Beweggr\u00fcnde k\u00fcnstlerischen Schaffens, die Faszinationskraft von k\u00fcnstlerischen Werken und ihre<br>latenten Strukturen und Ausdrucksgesetze in den Vordergrund stellte.<br>In der Folge ergaben sich insbesondere durch die strukturale Psychoanalyse Lacans mit ihren<br>medientheoretischen Konzeptionen Neuorientierungen in der Kunstauffassung, in deren Rahmen ein<br>Werk weniger als materialisierte Idee zu betrachten ist, sondern vielmehr als ein in Form verwandeltes<br>Begehren mit all seinen Verh\u00fcllungen, Kompromissbildungen und Deformationen. Eine darauf<br>fokussierte Analyse verfolgt r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt und dekonstruktivistisch k\u00fcnstlerische<br>Schaffensprozesse, welche so wie deren Interpretationen von einer letztlich immer scheiternden Suche<br>nach dem jenseits von Bild und Sprache liegenden freudschen Ding gekennzeichnet sind.<br>Die auf zwei B\u00e4nde verteilten Essays des Psychiaters und Psychoanalytikers August Ruhs entsprechen<br>allgemeinen und speziellen Ann\u00e4herungen an das Unbewusste, das Ungewusste und das Unsichtbare<br>in den vornehmlich visuell gestaltenden K\u00fcnsten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>August Ruhs Psychoanalytische Beitr\u00e4ge zur Theorie der bildenden K\u00fcnste Teil 1: Schaffensdrang und SchaulustTeil 2: Deutung und Wahrheit \u00bbDie Sublimierung ist die Erh\u00f6hung des Objekts zur W\u00fcrde des Dings\u00abEntstanden in einer Epoche, in der Wissenschaft und Kunst eng miteinander verschr\u00e4nkt waren, hat diePsychoanalyse eine entsprechende Universalperspektive nicht nur stets beibehalten, sondern sievielmehr in eine umfassende [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9843,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,10],"tags":[],"class_list":["post-9839","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-hinweise","category-publikationen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9839","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9839"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9839\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9845,"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9839\/revisions\/9845"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/9843"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9839"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9839"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lacan.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9839"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}