Aktuelle Veranstaltungen

SEKTION KLINIK

Psychoanalytische Theorien zur transgenerationellen Identifizierung oder
„Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es um es zu verlieren“ (August Ruhs)

In der klinischen Praxis sind wir manchmal damit konfrontiert, dass die Einordnung in eine Generationenfolge aus ganz unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten bereitet. Ein „zu wenig“ aber auch ein „zu viel“ an Tradition und Überlieferung prägt dann die Symptome und das Leiden, mit denen Junge und auch Ältere in Therapie und Analyse kommen.
In einer 2-teiligen Seminarreihe werden psychoanalytische Theorien aus dem französischem Sprachraum vorgestellt, die sich  mit den Themen Tradition, Überlieferung, transgenerationelle Identifizierung und Weitergabe befassen.

A) MARIA TOROK und NICOLAS ABRAHAM UND HAYDEÉ FAIMBERG (MAGDA SORGER-DOMENIGG)
B) SERGE LEBOVICI, ALAIN DE MIJOLLA, FRANÇOIS VIGOUROUX UND ANDRÉ GREEN (WOLFGANG LASSMANN)

An Hand ausgewählter Texte möchten wir die zugrundeliegenden Modelle besprechen und mit den Erfahrungen der TeilnehmerInnen aus der klinischen Praxis, aus Literatur, Film oder des Alltags diskutieren.
Die Termine finden jeweils Samstag von 10.00 bis 14.00 in den Räumen der Psychoanalytischen Akademie, Salzgries 16, 1010 Wien statt.

17.3.2012  Wolfgang Lassmann, Magda Sorger-Domenigg
21.4.2012  Wolfgang Lassmann, Magda Sorger-Domenigg

Kosten: € 140.- für beide Seminare, zu zahlen bei Seminarbeginn     
Anmeldung und Information: magda.sorger@aon.at

SEKTION KLINIK

FORTBILDUNGSSEMINAR

Wiener Psychoanalytische Akademie und Neue Wiener Gruppe / Lacan-Schule

Jacques Lacan u. a.
Einführung in die strukturale Psychoanalyse unter
besonderer Berücksichtigung klinisch-therapeutischer Bereiche

Leitung und Durchführung: August Ruhs, Karl Stockreiter, Judith Kürmayr, Ulrike Kadi, Georg Gröller sowie Gastvortragende

Auf Grund großen Interesses setzen wir in diesem Jahr unser Seminar fort. Ziel dieser Fortbildungsveranstaltung ist es, sich mit den wichtigsten Positionen und Theoremen der strukturalen Psychoanalyse in allen Anwendungsbereichen des von Freud eröffneten Feldes vertraut zu machen. Dabei gehen wir im kommenden Semester von den drei klassischen klinischen Kategorien  Neurose, Psychose und Perversion aus, arbeiten ihre Strukturen und ihre diversen Erscheinungsformen heraus, spüren im interdisziplinären Austausch ihre Normalvorbilder in Kunst, Kultur und Alltagsleben auf und wollen auch im Sinne einer komparatistischen Psychoanalyse Gleichläufe und Gegensätze zu anderen Konzeptionen feststellen.
Durch den Seminarcharakter können auch Fallbesprechungen zur Verbindung der  erworbenen Kenntnisse mit der therapeutischen Praxis herangezogen werden. Grundlegende Literaturhinweise und –auszüge werden vor Beginn des Seminars übermittelt.

Bisherige Termine im Wintersemester

Samstag, 12. November 2011: Psychosen
Samstag, 17. Dezember: Neurosen

Nächster Termin:
Samstag, 28. Jänner 2012: Perversionen und Grenzfälle

von 11 – 13 Uhr und von 14 – 18 Uhr

Ort: Wiener Psychoanalytische Akademie, Seminarraum 6, Salzgries 16/3a

Seminargebühr: € 200.- pro Semester, € 350.- für beide Semester

Tagesgebühr: € 75.-

Anmeldung und Kontakt:
Bettina Dolezal, Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie
Tel.: 40 400-3061
e-mail: bettina.dolezal@meduniwien.ac.at

Mit DFP / ÖBVP / und BÖP-Anerkennung sowie auch als Wahlfach für die Ausbildung zum Psychoanalytiker/Psychoanalytikerin im Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse gültig

Walter Pamminger, Dipl. Ing., lebt und arbeitet in Wien als Chemiker, Buchgestalter, Autor und Kurator. Für seine gestalterischen Konzepte erhielt er unter anderem 2004 den Staatspreis, Die Schönsten Bücher Österreichs und 2005 die Silbermedaille Schönste Bücher aus aller Welt, Leipzig. Er kuratierte zuletzt 2008 das Symposium „Unvertraute Nähe“ für die typographische gesellschaft austria. Zahlreiche Texte und Publikationen zu Kunst und Design. Letzte Publikation: Heinrich Dunst, Walter Pamminger (Hrsg.), Riss/Lücke/Scharnier A, Galerie St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Scheidegger & Spieß, Zürich, 2010.

SEKTION ÄSTHETIK

Privatseminar

Mittwoch
14.30-16.00

Walter Seitter:

Unter dem Namen des französischen Übersetzers, Philosophen, Schriftstellers und Malers Pierre Klossowski (1905-2001) steht ein Seminar, in dem auf die Orientierungsprobleme der Gegenwart mit der Lektüre und Diskussion einiger fundamental fragender und weiterführender Texte geantwortet werden soll. Gleichrangig mit Schriften von Klossowski sollen auch Texte seiner Zeitgenossen Georges Bataille (1897-1962) und Jacques Lacan (1901-1981) herangezogen werden: drei Denker, die sich Ende der Dreißigerjahre im Collège de Sociologie trafen, wo unter dem Druck der damaligen Krisen Fragen der philosophischen Anthropologie diskutiert worden sind.

Im Vordergrund steht die Lektüre von La monnaie vivante, wo Klossowski zur Auseinandersetzung mit dem "industriellen System" historische, anthropologische und visionäre Gedanken formuliert. Simulakrum und Phantasma als pointierte Realisierungen von Darstellung und Vorstellung. Siehe dazu auch www.mahagonny-ev.de

SEKTION ÄSTHETIK Walter Seitter: In der Metaphysik lesen

Privatseminar

Mittwoch 16.15-17.45

Lektüre dieses berühmten Buches, dessen Gehalt durch den spätantiken Titel "Metaphysik" eher verdeckt wird und das eine "unnormale " Wissenschaft" sucht, um im Durchgang durch die normalen, also die poietischen, praktischen, theoretischen Wissenschaften eine selbständige Orientierung im Denken hebammenartig zu erleichtern. So nebenbei kann man dabei Griechisch lernen, hauptsächlich aber Deutsch: die Sachen benennen.

Für die beiden Privatseminare ist eine Internet-Seite namens Hermesgruppe eingerichtet worden:
http://hermesgruppe.blogspot.com/

Bereits erschienen:

Kurzrezension

SEKTION LOGIK

ab Mittwoch, 07. Juli 2010, 20:00 Uhr
Café Weidinger (1160, Lerchenfelder Gürtel 1)

Sommerprogramm 2010

Es geht um Standpunktbestimmung: para-universitär schön und gut, aber was heißt das? Wie sich positionieren zwischen Institution und Subversion? Den Anschluss nicht verlieren, dennoch kritisch bleiben, nicht mitschwimmen, bloß nicht hinterherlaufen, vorangehen, aber sich nicht isolieren lassen. Sich nicht abspalten, sondern mit den ganzen Unannehmlichkeiten, die das mit sich bringt, eigenständig partizipieren! Aber wie?

Bewegt man sich im Feld kulturkritischer Theoriearbeit entlang der Koordinaten Lacan - Philosophie - Psychoanalyse - Politik - Wissenschaft, dann hat man notgedrungen seine Berührungspunkte mit beiden Seiten der (nur scheinbaren) Opposition von Insitution und Subversion. Entscheidend für die jeweilige Beziehungsgestaltung ist weniger die Diskussion von Strategie und Taktik, als vielmehr eine (begehrens-) ethische Dimension der Fragestellung. Drei Leitlinien dienen uns, diese herauszustellen:

  • ist die Postmoderne subversiv?
  • Präkariat: Lebensrealitäten zwischen Institution und Subversion.
  • wie sich positionieren zwischen Institution und Subversion?

Ein das Lektüreprogramm (Buck-Morss, Dutschke, Lacan, Lyotard, Spivak u.a.) abdeckender Reader ist in Arbeit und wird die Verfügbarkeit der Texte gewährleisten. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, mitzulesen, sich einzubringen, (fruchtbar) quer zu stehen oder auch nur unverbindlich vorbeizuschauen. Start der wöchentlichen Sitzungen ist am Mittwoch den 07. Juli 2010, 20:00 Uhr im Café Weidinger (1160, Lerchenfelder Gürtel 1) mit dem Text "die Wissenschaft und die Wahrheit" von Jacques Lacan.

SEKTION KLINIK

Zeit: jeden 3. Donnerstag im Monat, 20:15 - 21:45 Uhr
Ort: Praxis Dr. August Ruhs
Landskrongasse 5/14
A-1010 Wien
Telefon: 535 62 32

Jour fixe - Lektüre-Seminar

Lektüre und Diskussion des Seminars IV von

Jacques Lacan: „Die Objektbeziehung“

Leitung: August Ruhs

In dem 1956/57 gehaltenen Seminar entwickelt Lacan eine vor allem auf den Objektmangel zentrierte Theorie der Objektbeziehung, welche einen Gegenentwurf zur englischen Objektbeziehungstheorie darstellt. Neben den sich daraus ergebenden klinischen Implikationen, die im Besonderen interessante Antworten auf die Fragen von Perversion und Phobie bzw. von Fetisch und phobischem Objekt liefern, werden in einem Entwurf zu einer „Theorie der Gabe“ auch Grundfragen der menschlichen Gemeinschaft behandelt.

Grundlage der gemeinsamen Arbeit ist die von Hans-Dieter Gondek übersetzte Ausgabe des Seminars (Turia & Kant, Wien 2003)

SEKTION KLINIK

Zeit: Jeden Mittwoch von 12:30 - 14:00 Uhr
Ort: Hörsaal A der Kliniken am Südgarten (AKH Wien)

Auskünfte: Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie Wien)
Währinger Gürtel 18-20, A-1090 Wien;

Tel. 40 400-3061

Einführung in die strukturale Psychoanalyse von Jacques Lacan im Rahmen einer Einführung in Psychoanalyse/Tiefenpsychologie

Vorlesung Prof. August Ruhs / Sommersemester 2010

Beginn: Mittwoch, 10. März 2010


Kooperationsveranstaltung: Universität Wien (Inst. f. Psychologie,   Erweiterungscurriculum Psychoanalyse für Bachelorstudien), Medizinuniversität Wien,  Akademie der Bildenden Künste Wien
SEKTION KLINIK

Passagen Verlag

texte

psychoanalyse. ästhetik. kulturkritik.

Herausgegeben von Ulrike Kadi, August Ruhs,
Karl Stockreiter, Gerhard Zenaty

Erscheint vierteljährlich.
120 Seiten (pro Heft)
15,5 x 23,5 cm. Brosch.
ISSN 0254-7902

SEKTION KLINIK

Mein Körper und seine Bilder

von Juan-David Nasio

Übersetzt von Ulrike Kadi; August Ruhs
145 Seiten; 220 mm x 140 mm
2011 Turia & Kant
ISBN 978-3-85132-624-6

20.00 EUR

 

SEKTION KLINIK

August Ruhs

Lacan

Eine Einführung in die strukturale Psychoanalyse

Löcker Verlag Wien

12,5 x 20,5 cm
Broschur

188 Seiten
€ 14,80
ISBN 978-3-85409-554-5

www.loecker.at

Durch die Begegnung mit dem französischen Strukturalismus und insbesondere mit der strukturalen Linguistik hat die Psychoanalyse nach 1945 neue und wesentliche Impulse erhalten. Diese Neuorientierung, die gleichzeitig eine Rückbesinnung auf Freud und eine Re-Vision seiner Texte darstellt, ist mit dem Psychoanalytiker Jacques Lacan und seiner Schule eng verbunden. Die daraus hervorgehende Lehre hat nicht nur die klinische Psychoanalyse in Theorie und Praxis entscheidend, aber nicht unumstritten beeinflusst, sondern sie hat auch neue Sichtweisen auf kulturelle und gesellschaftliche Phänomene eröffnet, soweit diese mit der Frage nach unbewussten Sinn-, Bedeutungs- und Motivationszusammenhängen verbunden sind. Insbesondere durch die Einführung der Kategorien des Realen, des Imaginären und des Symbolischen hat sich eine Medientheorie entwickeln können, die eine traditionelle psychoanalytische Kunsttheorie von ihrer Neigung befreit hat, Kulturleistungen auf pathographische Dokumente ihrer Schöpfer zu reduzieren. Indem stattdessen das Werk selbst und vor allem unter Beachtung seiner formalen Dimensionen in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt wird, ist auch immer die von Sartre formulierte interessante Frage berührt, ob es eine Psychoanalyse der Sachen geben kann.

Dieses Buch soll im Hinblick auf diverse soziokulturelle und künstlerische Bereiche auch die strukturellen Beziehungen zwischen klinischer, theoretischer und angewandter Psychoanalyse die ihnen gebührende Beachtung geben.  Nicht zuletzt versteht sich das Buch als Förderung der nach wie vor zögernd erfolgenden  Rezeption der lacanschen Lehrinhalte, was zu einem großen Teil durch die Schwierigkeit der Lektüre ihrer Texte bedingt ist. Insofern bietet es sich einem weiteren Interessentenkreis als Einstiegshilfe in die faszinierend vielfältige und umfangreiche Geisteswelt eines zu Freud kongenialen Denkers an.

August Ruhs, Univ.-Prof., Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Neurologie., Psychoanalytiker (IPV). Vorsitzender des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse. Leiter der Wiener Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie. Mitbegründer und Vorsitzender der "Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule". Mitherausgeber der Zeitschrift "texte. psychoanalyse. ästhetik. kulturkritik". Zahlreiche Publikationen aus dem Bereich der klinischen, theoretischen und angewandten Psychoanalyse.

 

SEKTION KLINIK
SEKTION KLINIK Grazer Lacan-Seminar